Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) gehört zu den größten heimischen Spinnen. Während die Weibchen eine Körperlänge von bis zu 22 Millimetern erreichen, sind die Männchen mit bis zu 13 Millimetern deutlich kleiner. Die Spinne fällt durch die namensgebenden hellen Streifen am Rand des gelb- bis schwarzbraun gefärbten Körpers auf. Die sind allerdings nicht immer ausgebildet.

Bevorzugt lebt die Gerandete Jagdspinne an den Ufern stehender und langsam fließender Gewässer, in Mooren, Sümpfen, Bruch- und Auwäldern. Dort bewegt sie sich bei der Suche nach Beutetieren geschickt auf der Wasseroberfläche. Zu ihrer Nahrung gehören Insekten genauso wie kleine Fische und Kaulquappen. Um an die Beute zu gelangen, kann sie sogar auf Tauchgang gehen. Dabei bildet sich eine Luftblase um ihren Körper, sodass sie trocken bleibt.

Die Gerandete Jagdspinne wurde zur Spinne des Jahres 2020 gekürt. Dadurch soll die Aufmerksamkeit auf ihre Gefährdung gelenkt werden. Denn die Art verliert durch die Verbauung von Ufern, die Beseitigung von Röhrrichtbeständen und die Austrocknung von Gewässern ihren Lebensraum. Noch steht sie in der Roten Liste der Spinnen Deutschlands auf der Vorwarnliste. Doch angesichts von zunehmenden Trockenperioden wird sich ihre Situation voraussichtlich weiter verschlechtern. Deswegen sind der Erhalt und die Förderung von Gewässern und Mooren umso wichtiger.

Hier findet ihr die Gerandete Jagdspinne bei naturgucker.de:
https://naturgucker.de/?art=1670261232

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Foto 1: Astrid Kröher / naturgucker.de
Foto 2: Christa Schwegmann / naturgucker.de
Foto 3: Harald Bott / naturgucker.de
Foto 4: Antje Glaser / naturgucker.de

fg/naturgucker.de

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