Hier endlich die ersten beiden Buchbesprechungen aus meiner Gartenbibliothek. Ich habe ganz einfach mal mit den Kräutersammelbüchern angefangen, damit ihr euch für euren womöglich eher sortenarmen "neuen" Gartengrund ein paar gesunde Kräuter und eventuell auch Testpflanzen für die Bodenbeschaffenheit suchen könnt.
Das hat den Hintergrund, dass ich im Wandelgarten durch eine Fehleinschätzung des dortigen Bodens und einen sehr regenarmen Sommer nur schwache Erträge ernten konnte.
Als Selbstversorger müsste ich nun sehr lange fasten.

Nun aber zu den Büchern:

Buchbesprechung Nr.1



Das große Buch der Heilpflanzen – Gesund durch die Heilkräfte der Natur
von Apotheker M. Pahlow
Besprochen wird die 9., im Nikol Verlag aufgelegte Ausgabe von 2020.
ISBN:978-3-86820-191-8

Das Buch habe ich, nachdem ich es gekauft hatte, in den Bücherregalen einiger meiner Ärzte entdeckt, was als Beleg für die Akzeptanz bei der Schulmedizin hinreichen mag.
Aufgebaut ist es als Nachschlagewerk samt vorheriger Einleitung zum richtigen Umgang mit Heilpflanzen sowie Kommentaren des Autors zu deren Auswahl.
Weiterhin ist eine kurze Anleitung zur Nutzung des Buches eingefügt.
In über 400 „Steckbriefen“ werden die Heilpflanzen im Hauptteil textlich, als Zeichnung und
als Farbfoto vorgestellt. Auch der schematische Aufbau dieser Steckbriefe wird in der Einleitung erklärt und besprochen.

Zudem besitzt es einen Sammelkalender für Heilpflanzen, Hinweise zur Trocknung und Aufbewahrung, Zubereitung und Anwendung.

Die Fotos sind durchgehend in Farbe, die Tuschezeichnungen helfen, die Struktur der Pflanzen besser zu erkennen. Hinweise auf die bevorzugte Umgebung der Pflanzen erleichtern das Auffinden und die Bestimmung des Krauts. Anwendungen der Kräuter sind für die Volksmedizin, für Homöopathie und die Schulmedizin angegeben.

Die ausführlichen Beschreibungen haben eigentlich nur einen Nachteil, als Nachschlagewerk für unterwegs ist es mit knapp 1,5 Kilo etwas schwer.
Wer sich nicht mit dem Buch belasten will, kann sich im Sammelkalender die aktuell pflückbaren Kräuter auswählen und deren Beschreibung in handlicheren Druckwerken mitnehmen.

Buchbesprechung Nr. 2

Dazu taugt etwa der „Kleine Wildkräuterführer“ von Margarete Vogls, erschienen im Emu Verlag.
ISBN: 978-3-89189-198-8, der im Westentaschenformat hundert einheimische Kräuter vorstellt.
Dieses Büchlein wendet sich unter anderem an komplette, aber neugierige Anfänger, indem es gesuchte Pflanzen nach der Blütenfarbe sortiert und so langem Suchen ein schnelles Ende machen will. Zum Kennenlernen der einheimischen Fauna vor Ort ist dieses kleine Werk sehr gut geeignet.

Der emu Verlag steht medizinisch für die Einsichten und Methoden M.O. Brukers.
Die Pflanzen werden sehr genau beschrieben, so dass eine Verwechslung kaum möglich ist.
Eine handliche Hilfe für Einsteiger und Fortgeschrittene.


Da es inzwischen auch Apps für Smartphones gibt, die eine fotografierte Pflanze automatisch erkennen, kann man auch ganz bequem, ohne sein Gedächtnis zu belasten auf „Beutezug“ gehen. Eine App ist aber immer nur so gut wie das dahinter stehende Team.

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