Philosophische Lebensberatung - Einführung

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Philosophische Lebensberatung in Wuppertal. Diese Lebensberatung übe ich zur Zeit schriftlich und ehrenamtlich aus. Hier ein paar Beispiele.

Hallo,
 
hier ist mein neuer Blog, den ich in meiner Eigenschaft als Coach betreiben will. Wie das schriftlich geht, zeige ich euch anhand von zwei Beispielen, die ihr weiter unten findet.
Da dies nur ein Blog ist, wäre jedes Coaching das hier statt findet, auf dieser Seite öffentlich.
Das muss aber nicht sein. Ihr seid herzlich willkommen, mich als Coach zu testen
und ich würde mich freuen, wenn ich von euch ein Feedback zu meiner Arbeit erhalte.
Ich möchte mein Coaching über kurz oder lang zu einem finanziellen Standbein ausbauen,
biete dies aber hier kostenlos an, da unser Lovestorm nicht kommerziell arbeitet.
Wenn ihr trotzdem etwas zahlen wollt, spendet es an die Seite.
Sie wird durchgängig von Mitgliedern finanziert und weigert sich, ihr Geld mit dem Verkauf eurer Daten zu verdienen. Solltet ihr ein persönliches Coaching außerhalb dieser Seite wünschen, schreibt mich an.
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Und hier jetzt das erste, schriftliche Beispiel:

Die Frage (aus Anonymitätsgründen gekürzt...) : ....mein Unterbewusstsein spielt im Moment total verrückt.....

 

Und meine Antwort:



Hallo XXXX,

was du getan hast, ist so eine Art Krankheitserzeugung durch Imagination.

Das ist etwas, das ich aus meiner Studentenzeit auch kenne. Ich habe zwar nicht Medizin studiert, mich aber in der Zeit intensiv mit meiner Herkunft, Kindheitstraumata und anderen für mich prägenden Ereignissen meines Lebens beschäftigt. Da geht man schon einmal mit selbst ergoogelten Diagnosen zum Arzt, der diesen Effekt schon kennt und das Symptom nicht ernst nimmt.
Damals, es gab noch kein Internet, waren die meisten Opfer dieser Krankheiten Medizinstudenten und andere die sich mit dem Thema befassten.

Gerade phantasiebegabte Menschen wie du und ich gehen oft in diese Falle. Irgendwie bauen wir innerlich das Szenario dieser Krankheit nach, damit wir sie uns vorstellen können, identifizieren uns damit und verwechseln sie dann mit unserer eigentlichen Realität. Diese Fähigkeit und eine entsprechende Schulung hätte uns früher vielleicht zu Schamanen gemacht. Ohne Schulung kommt das heraus was du gerade erlebst, eine Durchmischung der Realitäten, der inneren und der äußeren.

Was ich dagegen getan habe?
Ich habe in dieser Zeit ein Philosophiestudium, einen Heilpraktikerkurs eine Psychotherapie und, was mich schließlich gerettet hat, einen Volkshochschulkurs namens "Einführung in die Zen Meditation besucht".

Die Zenmeditation hat das Ziel die Fähigkeit zu entwickeln, unserem Denken eine Pause zu gönnen und das beliebig lang. Wenn erst der Gedankenfluss im Kopf versiegt ist, befindest du dich in einem Zustand der dem Körper (und damit meine ich auch und gerade sogenannte psychosomatische Beschwerden) Heilung verschaffen kann. Dieser Zustand wird im Zen durch eine relativ einfach zu erlernende Atem- und Meditationstechnik erreicht. Das Erlernen ist einfach, das Praktizieren ist schwieriger und braucht deshalb regelmäßige Übung.
Ich bin damals aus meiner quirligen Studenten-WG ausgezogen, habe ein kleines Zimmer irgendwo unter dem Dach gemietet, habe gejobbt und meditiert, meine Magisterarbeit begonnen und nur noch wenige, dafür sehr nahe Freundschaften gepflegt.

Weitere Hilfsmittel waren neben der oben beschriebenen Meditation, regelmäßige Fastenphasen, die ich immer noch praktiziere und das inzwischen über mehrere Wochen und natürlich, ich war ja noch jung, sehr viel Bewegung.
Da mein Zimmer kein Bad hatte war ich 3x wöchentlich im Schwimmbad (damals ging das mit einer ermäßigten Jahreskarte) Viel Bewegung auf dem Fahrrad (einer meiner Studentenjobs war Fahrradschrauber), aber auch lange Spaziergänge in der Natur mit meiner damaligen Freundin (der ich heute noch freundschaftlich verbunden bin) über Stunden bei fast jedem Wetter draußen mit tiefschürfenden Gesprächen und einer Einkehr im Landgasthof.

Heilung kann auch so aussehen....

Kommentare
Kahalla - Moderator ❤ 3 Jahre

2. Beispiel: Sehr schlechte Zeit?

Ich bin Jugendlich, meine Eltern haben sich vor ca. einem Jahr getrennt (was ich niemals erwartet hätte). Ich hatte zu meinen Eltern immer ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter eine extrem Gutes. Sie sind jetzt geschieden und in meinem Leben wird alles immer schlimmer. .........

......Meine Eltern werden nach und nach ärmer wie ich merke und alles wird nur noch schlimmer.

Bitte helft mir irgendwie

Das war die Frage, die ich um einige Aussagen gekürzt habe, um das inkognito des Fragestellers zu wahren. Es ging darum, dass sich seitdem die familiäre Position des Fragestellers komplett geändert hat.

Meine Antwort:

ich will dir keinen absoluten Tipp geben, denn das könnte enttäuschen und dann wäre ich nichts weiter, als eine deiner schlechten Erfahrungen.
Sicher brauchst du Hilfe. Offenbar hast du, als ihr noch eine komplette Familie wart, eine recht komfortable Rolle gehabt. Mutter als deine "große Freundin" hatte natürlich sehr viele mehr Zeit mit dir (dank einer mehr oder weniger klassischen Familienstruktur) als dein Vater und hat dafür gesorgt, dass du immer auf ihrer Seite warst. (Das nehme ich jetzt einfach mal an.) Womöglich bist du im Geschlechterkampf der beiden auch etwas instrumentalisiert worden. Jetzt wo Vattern aus dem Haus ist, übernimmst du seine Rolle, ob du willst oder nicht.

Jetzt bist du, zumindest ungefähr, in der Situation deines Vaters.
Und es stimmt, was andere hier geschrieben haben, du bist jetzt in dem Alter wo du "flügge" werden musst und dir deinen eigenen Lebensentwurf, deine eigene Lebensplanung und deine eigenen Beziehungen schaffen musst, wenn du gesellschaftlich mitspielen willst. Einfach ist das nicht, da hast du Recht, aber aus der Erfahrung wie deine Eltern miteinander umgegangen sind, kannst du lernen. Möglicherweise denkst du: "Nein, so bestimmt nicht, das wahr schrecklich..." So ging es mir zumindest in dieser Lebensphase. Leider sind wir auch Kinder unserer Eltern und von ihnen sozialisiert worden. Wenn du diese Sozialisierung ablehnst, dann kannst du sie kaum als Richtschnur nehmen und musst ganz von vorne anfangen.
Die meisten Menschen übernehmen einfach das Muster ihrer Eltern. Das macht dir das Leben leichter, wenn auch nicht unbedingt schöner. Alles andere, die eigene Suche nach dem eigenen Weg ist sehr viel komplizierter und dauert dein Leben lang. Allerdings kannst du auf diesem Weg dazulernen und eine gewisse Souveränität über solche mobbenden Clowns und vielleicht irgendwann so etwas wie Weisheit entwickeln. Du wirst einsamer sein als das durchschnittliche "Hordenmitglied". Aber du wirst auch Begegnungen haben, die du dein restliches Leben nicht mehr missen möchtest. Aber wie gesagt, einfach ist das nicht.