RTL-das Flagschiff aller privaten Fernsehsender


Eine Betrachtung über das Privatfernsehen, hauptsächlich RTL.

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Nachdem es jahrzehntelang im Nachkriegsdeutschland nur die öffentlich, rechtlichen Sender gab, nahm Ende der 1980er das Privatfernsehen den Sendebetrieb auf. Fernsehen war noch analog und man hantierte meist mit einer Zimmerantenne herum. Der Empfang des Privatfernsehens war von einigen Zufällen abhängig und auch zeitlich begrenzt. Am Anfang bestand RTL aus meiner Sicht eigentlich nur aus der Action Serie Knight Rider mit David Hasselhoff. Das war ganz kurzweilig und die neue Verpackung war irgendwie spannend. Sogar von deren Testbild ging eine gewisse Faszination aus, da das Design typisch, 80er war. RTL kannte man vorher eigentlich nur als Radiosender "Radio, Tele, Luxemburg", den man Samstags zum Auto waschen einschaltete. Das war schon immer leichte Muse und Gedudel. Die TV Variante schien ähnlich zu sein. An Knight Rider hatte man sich nach einiger Zeit gewöhnt. Das war eine professionell gemachte US Serie. Dann hat RTL die erste, eigene Serie produziert. Das war schlimmer, als ein B-Movie von Ed Wood. Das konnte man noch nicht ernst nehmen und man wollte RTL schon fast vergessen, aber es wurde zusehens besser.

In den 1990ern war RTL fester Bestandteil der medialen Freizeitgestaltung. Ein paar sexy Formate, in denen Hugo Egon Balder brillierte, waren etwas schlüpfrig, aber auch sinnfrei, witzig. Das war richtiges Betthupferl Programm. Es gab auch noch einen Sendeschluss, der von dem Hütchenspieler Salvatore eingeleitet wurde. Man holte den an das GEZ Fernsehen gewöhnten, deutschen TV Konsumenten ansonsten da ab, wo er war. Trotz irritierender Anteile, war das Niveau von RTL streckenweise ähnlich hoch, wie man es von ARD und ZDF gewohnt war. Im Nachhinein müssen ein paar Unterhaltungsformate tatsächlich als Sternstunde der TV Unterhaltung gesehen werden. Der Balder machte zunächst die Busenshow "Tutti Frutti" und später dann "Alles nichts oder" mit der ziemlich abgedrehten Hella von Sinnen. Mir fällt auch noch die Verbraucher Show "Wie bitte?" ein und "RTL Samstagnacht" ist sowieso TV Geschichte, mindestens so bedeutend, wie "Klimbim", oder "Ein Herz und eine Seele".

Das sollte leider nicht so bleiben. Seit Ingo Appelt RTL mit "Rammeln, Töten, Lallen" übersetzt, hat der Sender seinen Ruf weg. Mit dem neuen Jahrtausend fand ein Stühlerücken im Management statt und das Showformat "Big Brother" verursachte kontroverse Diskussionen. Das hat mich dann schon von Anfang an nicht mehr interessiert. Das Niveau wurde schlechter, persönlich und distanzlos. Ich fing an, eine bewusste Wissenslücke aufzubauen und an Gesprächen zu dem Thema konnte ich garnicht mehr teilnehmen, da ich keine Ahnung hatte, worum es überhaupt ging. Mit "Dschungelcamp" ist es ähnlich, dass habe ich auch immer gemieden. Mit "Let's Dance" kam nochmal etwas alter Glanz zurück. Das hat mich dann auch interessiert, sodass ich zu Beginn keine Saison verpasst habe, als noch der fantastische Hape Kerkeling durchs Programm geführt hat. Leider ging der dann weg und wieder senkte RTL das Niveau weiter ab, bis es wieder im totalen Ekel versank. Trotzdem war das für mich ein Ansporn, mich real damit zu beschäftigen. Das war sehr interessant, leider verlief auch das nicht, wie gewünscht, aber das ist ein anderes Thema.

Die Technik ist seit gut 15 Jahren digitalisiert. Der Empfang vieler Sender, auch der inzwischen zahlreichen Konkurenten von RTL, kein Problem. RTL lebte lange von guten, kreativen Köpfen, wie Rudi Carell, der das Mastermind von "Sieben Tage, sieben Köpfe" war. Als der 2006 an Lungenkrebs starb, sackte auch RTL weiter ab. Obwohl es Privatfernsehen ist, muss man den Zugriff inzwischen als Pay TV dazukaufen. Ich sehe keinen Bedarf, dafür Geld auszugeben. Es ist einfach verzichtbar. Auch die Formate der Konkurenzsender sind sämtlich uninteressant.

Seit 9/11 ist auch die Medienmacht zum Problem geworden. Der Bertelsmannkonzern, zu dem auch RTL gehört, regiert wohl auch in Berlin mit und ist an der Formulierung von Gesetzestexten beteiligt, sodass in Gütersloh die eigentliche Bundesregierung sitzt, während alles in Berlin nur noch Kasperletheater ist. Zusätzlich kontrollieren professionelle Trolle, die zur Bertelsmann Tochter Arvato gehören, mit ihrem bekannten Charme die sozialen Netzwerke. Wer jemals von MKULTRA gehört hat, dem sollte spätestens jetzt ein Kronleuchter aufgehen. Alles gute Gründe, diese Dreckschleudern zu boykottieren und idealerweise todzuschweigen. Nicht bewerben, auch nicht drüber aufregen, einfach todschweigen. Die Erben Hugenbergs machen aus dem Volksempfänger ein klebriges Netzwerk, das indoktriniert und infiltriert, sodass man es als Teil der Matrix bezeichnen kann. Mit Friede Springer und Liz Mohn ist es dann auch nicht mehr weit zu den Hinterzimmerzirkeln, wie den ominösen Bilderbergern.

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