Miami Vice - die Krimikultserie der 1980er


Das war eine der letzten Strassenfeger Krimiserien. Tolle Autos, tolle Klamotten, aber Espandrillos zum feinen Zwirn. Mode ist nicht alles, denn in der deutschen Version wurde durch Kürzung die weitere, politische Kontroverse unterschlagen.

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Die Serie lief in Deutschland ab 1986. Es geht um eine US Spezialeinheit der Polizei, die in Miami/Florida meist in Zivil auftritt und größtenteils undercover ermittelt. Die weiblichen Beamten Gina Calabrese und ihre wegen ihrer spezifischen, ethnischen Weiblichkeit als "big booty Trudy" bekannte Kollegin, gehen als angebliche Bordsteinschwalben auf die Strassen, um als Lockvögel Freier zu überführen und festzunehmen. Die deutsche Narrenfreiheit bezüglich Gunstgewerbe gibt es dort nicht. Prostitution ist in weiten Teilen der USA verboten. Beide Damen könnten mit ihrer überdurchschnittlichen Attraktivität tatsächlich locker als Wäschemodels auftreten. Daran, dass man den Füller nicht in Firmentinte stecken soll, hält sich Sony Crocket allerdings nicht, der zeitweilig eine Affäre mit Gina hat.

Die Männer treten teilweise als vermeintliche Drogendealer auf und kommen immer wieder in gefährliche Situationen. Die Hauptpersonen sind Sony Crocket und Ricardo Tubbs. Sony Crocket wohnt auf einem Segelboot und hat statt eines normalen Haustiers einen Kaiman, der sein Boot bewacht. Das ist teilweise recht extrem, da der sich wie ein Springmesser mit Pulsschlag verhält und allgemeinen Schrecken verbreitet. Die Mode spielt tatsächlich eine wichtige Rolle und fast jeder hat damals versucht, diesen Stil zu übernehmen. Daher rührte auch ein Großteil der Kritik, die die Serie als Werbevideo verstanden hat. Es war halt auch die Zeit von VoKuHiLa-OliBa. Auch die mobilen Kulissen, wie Autos, Yachten und Flugzeuge sollten den rasenden Charakter der Handlung unterstützen. Man sieht nur Ferrari, Lamborghini und ähnliches. Crocket und Tubbs fahren immer einen Ferrari. Zuerst war es ein Ferrari 365 Daytona Spider. Kein echter Ferrari, sondern eine Replik auf Basis einer Chevy Corvette. In solchen Produktionen ist das immer eine Flotte von Fahrzeugen, von denen aber immer nur einer zu sehen ist. Erst später gab es einen Ferrari Testa Rossa, der statt Standard Rot in einem abweichenden Weiß lackiert war. Es gab zwei Stück, die zunächst schwarz waren, aber für die Nachtszenen weiß umlackiert wurden. Waren weiße Autos in Deutschland damals meist Ladenhüter, ist weiße Lackierung inzwischen sehr beliebt. In der Serie gibt es fast immer eine Verfolgungsjagd mit Supercars, die auch mit Hochseerennboten, oder Jets fortgesetzt wird.

Die deutsche Schnittversion der Erstausstrahlung hat versucht, dass Art Deco Viertel in Miami hervorzuheben. Der Fokus sollte halt bei Mode und Ausstattung bleiben. Die dunklen Wahrheiten, die mit der US Geschichte um Kuba zu tun haben, wurden schön außen vor gelassen. Erst, als alle verfügbaren Folgen deutsch bearbeitet wurden, wurden sie Jahrzehnte nach der Erstausstrahlung veröffentlicht. Hier gibt es Folgen, die einen paramilitärischen Charakter haben, die kaum noch als Krimiserie zu erkennen sind. Bei Aktionen auf irgendwelchen, abgelegenen Flugfeldern auf Inseln in der Karibik sind immer Kriegswaffen bei der Hand. M16/AR15, oder auch Cal 50 Scharfschützengewehre. Das ist militärische Ausrüstung für Navy Seals. Da stellt sich Miami Vice als verkapptes Militär heraus, die zumindest militärisch ausgebildet sind.

Die Amerikaner sind mit der Produktion einer TV Serie zu dem Thema durchaus selbstkritisch. Man zeigt schonungslos, wie die US Regierungen in Lateinamerika Einfluß nehmen und die Oberklasse sich bereichert, die man auch als Adel ohne Titel bezeichnet. Die Existenz von Polizeieinheiten, wie Miami Vice, ist der untaugliche Versuch, Drogenhandel einzudämmen. Die Arbeit von Crocket und Tubbs wird oft sinnlos, weil sie gegen Feinde im eigenen Land arbeiten, da auch die CIA sich illegal mit Drogengeld finanziert. Das beginnt alles kurz nach dem Ende von WK2 mit Batista und den US Mafioso, die auf Kuba ein Spieler- und Nuttenparadies errichten, bevor Castro sie rauswirft. Da gibt es ein paar schillernde Namen, wie Mayer-Lansky, Frank Sinatra und Al Capone.

Wenn man dazu in der realen Geschichte nachliest, bekommt man es mit dem totalen Wahnsinn zu tun. Draufgängertum, in dem teilweise eine Einzelperson einsame Aktionen startet, aber eben auch der berüchtigte Fehlschlag in der Schweinebucht mit einer Söldnergruppe aus angeheuerten Exilkubanern. Zwischen Kuba und Florida ist immer viel Betrieb. Auch die Spukgeschichte um das Bermudadreieck hat wohl viel damit zu tun, dass auf diese Weise eine Nebelwand erzeugt wird, was das Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen anbetrifft. Das ist schliesslich die Gegend, in der sich der Schmuggler Barry Seal bewegte, wo man tatsächlich in Lebensgefahr ist und erst recht, wenn man gegen das Betäubungsmittelgesetz verstößt. Er starb aber nicht während der Erledigung eines Auftrags, sondern wurde als lästiger Zeuge ermordet.

Tom Cruise spielt ihn im Film.

Es ist etwas spekulativ, aber möglicherweise hätte es die offizielle Darstellung zu 9/11 deutlich schwerer gehabt, wenn die Machenschaften der US Eliten durch eine unverfängliche Krimiserie auch in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit schon vor 30 Jahren bekannt gewesen wäre. Die offizielle Darstellung muss man aus heutiger Sicht nämlich als fabriziertes Märchen bezeichnen. Es gibt Laienschauspiel und Kulissenschieberei. Auch die beschuldigten Personenkreise lassen sich nicht klar identifizieren. Das unten gezeigte Bild ist mit dem Kommentar versehen, dass da Flugzeuge zu sehen gewesen seien. Daran muss Stand der Dinge heute erheblich gezweifelt werden. Flugzeuge waren zum Abriss der Gebäude nicht erforderlich, da auf diese Weise kein kontrollierter Abriss möglich gewesen wäre. Der Einsatz einer hochentwickelten Technologie zum Sprengen der Gebäude ist sehr viel wahrscheinlicher. Nicht Allah, sondern Los Alamos hat hier geholfen.

 

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Das war nun auch mal der Versuch, Multimediaelemente einzubinden.

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